Nach 1400km Autofahrt vom Outback durch New South Wales und Victoria (unter anderem durch die von Buschfeuern zerstoerten Gegenden) kam ich puenktlich zum Formel 1 Rennen in Melbourne an. Dort musste ich allerdings feststellen, dass es nicht gerade einfach ist sich mit dem Auto durch die Stadt zu schlagen. Mit erschrecken musste ich feststellen, dass man, wenn man rechts abbiegen moechte, ganz auf die linke Spur fahren muss, um dann, im aller letzten momentan, wenn alle anderen Autos auf den drei Spuren zu meiner rechten und die Strassenbahn passiert sind, in einem atemberaubenden Mannoever, nach rechts zu ziehen. Zu alledem kam noch, dass viele Strassen auf Grund des Grand Prix gesperrt waren und die Stadt vollkommen ueberfuellt war. Ich war also dazu gezwungen mit einer Hand auf der Hupe mich durch die Stadt zu wuehlen.
Im Albert Park sassen wir direkt an der Schikane hinter Start und Ziel, was uns die Highlights des Grand Prix direkt vor unsere Nase brachten und es somit zu einem einmaligen Erlebnis gemacht hat. Selbst der unglaublich dicke Smog, der ueber der Stadt lag, konnte mir die schoenen Herbsttage in Melbourne nicht versauen.
Am Diensttag bin ich dann also wie geplant mit dem Auto auf die “Spirit of Tasmania” gefahren, die mich in 10 Stunden ueber der Bass Strasse nach Devenport in Tasmanien bringen sollte. Auf der Faehre selbst war die Stimmung noch sehr gelassen und es lag ein hauch von Abenteuer in der Luft, der durch Schlechtwettermeldungen auf See bestaerkt wurde. Die Bass Strasse, die als gefaehrlichste Strasse der Welt angesehen wird, zeigte sich von ihrer schlechtgelauntesten Seite. Spaetestens als unserer Glaeser und Flaschen auf Grund des Wellengangs vom Tisch fielen, wussten wir, dass wir keinen guten Schlaf haben werden. Und so verbrachten wir, wie erwartet, 8 Stunden auf den Sanitaeranlagen des Schiffes, die in dieser Nacht einen allgemein grosssen Besucherandrag verspuerten.
Von Devenport im Norden Tasmaniens sind wir dann nach Hobart , der im Sueden gelegenen Hauptstadt Tasmaniens. Das Wetter ist bewoelkt, aber mild und die Landschaft ist Atemberaubend. Naechste Woche werden wir dann ueber den beruehmten “Overland Track” wandern. Diese Tour, die durch das Innern Tasmaniens fuehrt wird ca. 8-10 Tage dauern und es wird eine logistische Herausforderung sein Lebensmittel, Zelte und Kochgeraete mitzufueren. Des weiteren wird wohl fuer die naechsten Tage der erste Schnee in den Bergen erwartet. Der “Overland Track” liegt in Mitten des Nationalparks von Tasmaniens, ein Welterbe, dass mehr Kriterien fuer ein Welterbe erfuellt, als alle anderen Welterben. Bis dahin geht es allerdings noch ein bisschen entlang der Kueste um Pinguine zu beobachten und den Tasmanischen Teufel zu suchen.
Vom outback nach Tassi
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