Byron Bay – Brisbane – Grafton – Byron Bay
Nachdem ich nun endlich wieder ein wenig Zeit finden konnte um meinen Reisebericht fortzufuehren, werde ich versuchen die letzten turbulenten Wochen meines Australienaufenthalts zusammenzufassen.
Von dem wunderschoenen Byron Bay, dem westlichsten Punkt Australiens, fuhr ich mit dem Greyhound Bus nach Brisbane um fuehr etwa drei Wochen eine Arbeit zu finden, um die Zeit bis zum Start meines Cambridge Kurses in Byron Bay zu ueberbruecken.
Brisbane praesentierte sich als eine sehr beschaeftigte und hektische Stadt. Es gibt kein Wunder, dass Brisbane, die am schnellsten wachsende Stadt Australiens ist – ueberall wird gebaut, es ist laut und das Geschaeft scheint zu boomen. Arbeit zu finden war hingegen schwer bis unmoeglich. Kein Arbeitnehmer suchte Gelegenheitsjobber fuer lediglich drei Wochen. Und so verschwendete ich einige Tage in einer nicht so schoenen Umgebung, nur um einen Job zu finden: vergebens. Brisbane liegt noch nicht mal am Meer! Ohja, das ist zwar sehr selten fuer eine australische Stadt, aber fuer Brisbane traf es zu!
Ich musste also raus, egal wo hin, nur weg aus der Grossstadt! Aber wohin? Fuer 3 Wochen noch weiter nach Norden reisen? Noch weiter von Byron Bay weg, wo ich wieder hin zurueck muss? Nein! Ich musste meine Kontakte in Australien nutzten. Aber wen nur? Na, meine Gastfamilie in Byron Bay, die wuessten sicher etwas…. Schwups … einen Tag spaeter hiess es, ich koennte ins australische Hinterland zu ihren Verwandten auf eine Farm! Perfekt! Das, was ich immer wollte: Natur, Abenteuer, Kuehe, Pferde und 280 km von der naechsten Stadt entfernt. Ich nahm also einen Bus nach Grafton (suedlich von Byron Bay), wo die Farmer mich in Empfang nehmen wollten. Kaum aus dem Bus raus, stand auch schon ein weisser Landcruiser samt autentischem Cowboy auf dem Parkplatz um mich abzuholen. Mit einem laecheln im Gesicht stieg ich in das Vehikel ein und wurde mit einem freundlichen „Howaudoin mate, get ya ass into the car“ begruesst. Nachdem die ersten Freundlichkeiten ausgetauscht waren, wurde mir dann noch erklaert, dass wir nun noch etliche Stunden fahren muessten, um zur Farm zu gelangen. Soweit, so gut. Dass es aber nach 10 min Fahrt keine befestigten Strassen mehr gab, sondern nur noch Schotterpisten und dass wir nur an einem einzigen kleinen Hof vorbeigekommen sind, und uns kein Auto begegnen sollte, dass war mir nicht klar… machte das ganze aber interessanter. Auf der Farm angekommen, wurde ich dann durchs Wohnhaus der Familie gefuehrt, in dem ich auch ein Zimmer haben sollte. Sauna, Pool, Spa, Turnhalle und alles was das Herz begehrte in einem riesen Haus auf einem kleinen Huegel direkt an einem wunderbaren Fluss, der jeden Tag zum kajaken einlud. Dazu Landcruisers und Pferde! Was will man mehr?
Die ersten zwei Tage lernte ich also zu reiten, zu kajaken, Kuehe zu melken und mit dem Auto ca. die doppelte Geschwindigkeit zu fahren, als ich mich traute, was sehr wichtig war, da es schon mal schnell sehr dunkel werden konnte auf einer Farm der Groesse von 20000 acres und man nicht wirklich weiss, dass es um 17.00h stock dunkel sein kann. Meine weiteren Aufgaben auf der Farm waren dann die Kuhherden zusammenzutreiben, Pferde zu pflegen, zu melken, Bullen fuer die Auktion herzurichten und Buschfeuer zu legen um neue Weideflaechen fuer die Kuehe (Indien Brahmen) zu schaffen.
Die Zeit in der ich auf der Farm war, war perfekt. Der Winter endete und ich konnte zusehen, wie sich binnen 48 Studen eine grau/braune Landschaft in eine saft gruene Oase verwandelte. Gleich am vierten Tag meines Aufenthalts gab es Regen! Der erste Regen seit 4 Monaten! Ein Feiertag setzte ein! Wenn es regnet wird nicht gearbeitet, hiess es. So schauten wir vom Kamin aus dem Regen zu, spielten Karten und tranken ein Bier. Eine phantastische Atmosphaere lag in der Luft…. Und viel, viel Wasser, anscheinend nicht nur in unserer Gegend, sondern auch in der Great Dividing Range. Das merkten wir, als unser Fluss (etwa so gross wie der Rhein) auf einmal anfing zu wachsen. Und das sichtbar! Die kleinen Sandstraende wurden langsam vom Wasser verschluckt, Baeume versanken langsam aber gewaltig in den Fluten….. NEEIIIINNN! Die Kanus!! Und der Traktor! Eine atemberaubende Kanu-Tracktor Rettungsaktion wurde eingeleitet. Erfolgreich. Puhh das war knapp…. Doch was ist das? Unsere Bruecke, die uns mit der Zivilisation verbindet… Ein Opfer der Fluten, was bedeutet weitere 200 km Umweg inkauf nehmen um auf die andere Seite des Flusses zu kommen. Na, das faengt ja gut an!
Nichts desto trotz, der Regen war das Startsignal des Fruehlings und es wurde schlagartig Warm. Die Naechte waren fortan fast 20 Grad warm, was bedeutet, das die winterschlafenden Kreaturen aufwachen und auf Nahrungssuche gehen! Schlangen! Ueberall! Ein offenes Fenster oder eine offene Tuer bedeutete eine Schlange im Haus. Sind die Schlangen gefaehrlich? Seit ihr schonmal gebissen worden? Dies waren meine Fragen. „Das einzige Problem ist, dass sie momentan sehr agressiv sind, da sie auf der Suche nach Nahrung sind…. aber gebissen wurde noch keiner von uns!“ Hmmm, das war mir zu ungenau… ich googelte also froehlich nach unseren „Brownsnakes“. Auszug Wikipedia: „Die Gattung der Braunschlangen (Pseudonaja) – manchmal auch als Braunottern bezeichnet – umfasst sieben Arten hochgiftiger und somit auch für den Menschen sehr gefährlicher Schlangen. Die bis zu 1,5 m langen Schlangen sind in Australien verbreitet. Die Gewöhnliche Braunschlange (P. textilis) gilt nach dem Inlandtaipan als zweitgiftigste Landschlange der Welt.“ ….. Ups! Ich musste mich also an das Gefuehl gewoehnen, jede Sekunde von dieser Kreatur verschlungen zu werden. Fortan musste man aufpassen, dass der Stock, den man gerade aufheben wollte nun wirklich ein Stock ist. Um die Ottern von den Tueren zu verscheuchen musste man in den Abendstunden sogar teilweise mit einem Traktor ums Haus fahren um die Schlangen zu verscheuchen, um eintreten zu koennen. Zwei Tage spaeter war es dann soweit, nun war auch der Inlandtaipan (s.o.) aufgewacht, den ich aber leider nur zwei mal zu Gesicht bekam. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich sehr schnell an das Schlangen Problem gewoehnt hatte. Respekt bewahren und ruhig bleiben, dann gibt es gar keine Probleme. Ich konnte mich also dem Echidna und dem Platipus (Schnabeltier) erfreuen, die bei uns an und im Fluss ihr zu Hause gefunden haben und natuerlich den Kangaroos, die jeden morgen vor meinem Fenster zu grassen pflegten. (Das Kapitel mit den Redback Spider lasse ich hier einmal bewusst aus, das es auf das gleiche Resultat wie das der Schlangen herauskommen wuerde.) Schlussendlich kann ich auf eine wunderbare Zeit auf der Farm zurueckblicken, zu der ich sicher noch einmal zurueckkehren werde. Die Gastfreundschaft der Farmer (die die Farm nur als Hobbie betreiben und im richtigen Leben Aerzte (Flying Doctors) sind) und das interessante und schoene Leben dort draussen im Niemansland hat seinen ganz besonderen Reiz.
Jetzt bin ich im wieder im wunderschoenen Byron Bay um meinen Cambridge Kurs erfolgreich abzuschliessen. Das Examen ist am 14 Dezember und bis dahin gibt es noch viel zu tun.
Photos im gleichen Blogeintrag auf http://www.globalzoo.de/ehser/blog-beitrag-b8661.php
Liebe Gruesse an die Heimat!
Das Abenteur Beginnt… Von Sydney nach Byron Bay
…Unterwegs wollte ich noch in South West Rocks, Byron Bay, Surfers Paradies… aussteigen, um mir etwas die gegend anzuschauen. Nach 8 Stuendiger Busfahrt wollte ich mir nun South West Rocks, der einzige Ort an der Ostkueste, an dem die Sonne ueber dem offenen Meer untergeht, anschauen. Nebenbei beginnt hier noch der aelteste Urwald des Planeten… Ploetzlich bruellte also der Busfahrer „Mate, we’re here“ … Nach kurzem aufschauen stellte ich dann fest, dass ich Mitten im Nichts war. Lediglich eine Tankstelle mitten im Busch. Der Bus rauschte an mir vorbei und so stand ich dann mit meinem Rucksack auf staubigem Boden vor dieser Tankstelle, aus der mich der Kassierer schon von oben bis unten musterte. Ich konnte aus seinem Gesicht schon „Meine Guete, hier war die letzten 50 Jahre kein Fremder mehr… was will der bloss hier draussen??“ ablesen. So ziemlich genau das fragte er mich auch, als ich ihn anch einem Bus nach Saouth West Rocks an den Strand fragte. … „Busse, Mate, hats hier noch nie gegeben, ich kann dir hoechstens ein Taxi rufen“ Okey.. blieb mir nichts anderes uebrig. Nach ca. 40 min Taxifahrt zeigte das Taxometer dann 67 Dollar an. Bezahlt habe ich 25. Der Taxifahrer meinte ich koennte das Geld hier draussen evtl. noch brauchen.
So lies ich mich also am Strand absetzten und wanderte dort ein wenig umher. So langsam frichte der Wind wieder auf und es wurde frischer .. Ich schzaetze um die 15 Grad gegen 16.00h. Das Szenarium war so ueberwaeltigend, dass ich immer weiter marschierte. Ellenlange Straende und direkt am anschluss des Schneeweissen Sandes Urwald. Ploetzlich jedoch wurde es ziemlich schnell dunkel und ich musste mich dazu entschliessen, mein lager am Strand aufzuschlagen. Um 05.05h sollte mich sowieso wieder der Bus abholen. So schoss ich noch ein par atemberaubenden Bilder vom Sonnenunetrgang und zog mich warm an. 7 t-Shirts und 4 Pullover+Schalfsack sollten reichen. So dachte ich zumindest. Es wurde zur Hoelle. Es war so kalt!
Nach unruhiger todesnaher Nacht erfuhr ich dann von meinem netten Taxifahrer, dass es die kaelteste Nacht seit 35 Jahren in der Region war. Wie kalt? „Etwas unter Null“ … Na klasse…
Jetzt sitzte ich in Byron Bay und waerme mich erstmal auf.
Liebe Gruesse..
Chris
photos davon folgen… momentan ist meine verbindung leider zu langsam
Winter in Syndey
…wegen erkundet. Das Meiste allerdings zu Fuss. Oper und Harbour Bridge, The Rocks, Bondi Beach, Surrey Hills und und und. Herrlicher Sonnenschein ist so ziemlich die ganze Zeit unser begleiter, allerdings ist es schweine, schweine kalt, sodass wir uns sogar gestern Abend dazu entschieden, ins Kino zu gehen, um es ein wenig warm zu haben, da selbst unser Hotel anscheinend keine Heizung hat (oder sich lediglich strikt weigert das Ding einzuschalten). So haben wir es dann im Sydney IMAX, vor der groessten Kino Leinwand der Welt und 15.000 Watt ca. 2,5 Stunden bei Batman Dark Night, ziemlich gemuetlich gehabt. Am Bondi Beach haben wir einen kleineren Volkslauf mit ueber 80000 Laeufern beobachten koennen. Dann sind wir durch atemberaubende Felsformationen von Bondi Beach in die naechst gelegenste Bucht gelaufen. Geil! So langsam brechen wir allerdings alle hier auf. Eins haben unsere naechsten Destinationen gemeinsam: Sie liegen im Norden, denn hier ist es echt zu kalt!
Also mal schauen, wo uns der naechste Bus so hinfaehrt….
Bis dann aaaaaand Goood Daaayyy
p.s.: Photos wie immer auf www.globalzoo.de/ehser einfach die blogs anklicken und dann gelangt ihr dann zu den entsprechenden photos
Von Singapore nach Sydney
Nach 2 anstrengenden Tagen Aufenthalt im tropischen Winter Singapurs (32 Grad, 84% Luftfaeuchte = unertraeglich), der mit einem gigantischen Unwetter kurz vor dem Abflug gekroent wurde, bin ich jetzt in Sydney angekommen. Neben dem bestialischem Gestank auf den Essensmaerkten Singapores, wo wir wirklich alles! angedreht bekommen haben, bleibt mir nur eine sterile und ausgestorbene Metropole in Erinnerung, die es nicht lohnt noch einmal zu bereisen. Wir, ein Dortmunder und ein Berliner, die ich hier kennen gelernt habe, haben in diesen knapp 2 Tagen ca. 20 Singapore Dollars fuer Strassen und U-Bahnen ausgegeben. Ernuechternt mussten wir leider feststellen, dass es an jeder Ecke Singapores gleich aussah. Sehenswert war nur die Skyline des CBD. Die Suburbs, die sich ueber Kilometer um den CBD erstrecken sind Koeln-Chorweiler mal 1000. 4,5 Millionen Einwohner werden hier wie Kaninchen zusammengefercht.
So sind wir froh, dass wir Singapore schnell beenden konnten und aus diesem Treibhaus verschwinden konnten. In Sydney ueberrascht uns allerdings der Australische Winter. 17 Grad und Regen. Da waren die Shorts und Shirts aus Singapore nicht mehr ganz angemessen; mussten allerdings trotzdem damit den ganzen Tag hier rumlaufen, da wir erst ab Nachmittags unsere Zimmer beziehen konnten. Wir geben ein Bild fuer die Goetter ab: die einheimischen mit Handschuhen und Muetze und wir in Dress Hawaii. Trotzdem sind wir schon jetzt von der Aussie Lebensfreude und ihrer Freundlichkeit begeistert. ……. wuuuuuuuwww
sooooooooooooooooooo
Good Day and no Worrieesss Mates
P.S.: Versuche heute oder morgen noch Photos von Singapore hochzuladen.
ready for take-off…
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and’re, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
…take part on my journey to Australia
Am 5. August 2008 geht’s los ueber Singapore nach Down Under, Australien. Ein Jahr Travel and Work. Ein Jahr den trockensten, heissesten und unbewohntesten Kontinent des Planeten mit dem Rucksack durchstreifen und sich mit Job’s wie Bananenfluecken im Regenwald oder dem Herrichten von Hotelbetten auf Fraser Island ueber Wasser halten.
Bevor es nun wirklich losgeht und bevor ich meine ersten Reiseerlebnisse hier mit euch teilen kann, gibt es jetzt schon mal ein par „key facts“ ueber den lonely planet…
Australien:
Flaeche: 7.692.030 km² (somit wuerde Deutschlan 22 mal auf der Flaeche Australiens Platz finden)
Bevoelkerungsdichte: 2,6 Einwohner/km²
Haupstadt: Canberra
Fauna: 80% aller Saeugetierarten, 47% aller Vogelarten, 89% aller Reptilien und 90% aller Insekten und Spinnen des Planeten haben ihre Heimat in Australien. | Es leben 130 Millionen Schafe und 25 Millionen Rinder Down Under.
Wirtschaft: BIP 30623 US$/Einwohner | Arbeitslosenquote 4,1% | Landwirtschaft: Fueurender Schaf- und Rindfleichexporteur der Welt (groesste Schaaffarm Australiens hat die Groesse von Belgien), jeder 20. ist in der LW beschaeftigt
Klima: Australien erstreckt sich ueber vier verschiedene Klimazonen – Equatorial, Tropisch, Subtropisch, Gemaessigt.
Sonstiges: Ein Australier gibt pro Jahr durchschnittlich 300Euro fuer Sportwetten aus (Ein Deutscher 12Euro) | 89% der Bevoelkerung hat in weniger als einer Stunde Autofahrt Zugang zum Meer | 25760 km Kueste | 38.550km Eisenbahnnetz (Deutschland: 48.215km)